In den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts ging das Gutshaus nach häufigen Wechseln in den Besitz der Familie Bülow über. Der letzte Bülowsche Gutsherr auf Stolpe war der königlich preußische Oberstleutnant Hans v. Bülow, der allerdings erst nach seinem Militärdienst im I. Weltkrieg ständig in Stolpe wohnte. Er und seine Frau Sophie, geb. v. Maltzan, Freiin zu Wartenberg und Penzlin, hatten keine Nachkommen, so dass ein Erbe für das Gut fehlte. Hans Bülow adoptierte darum 1921 die damals 17jährige Ursula v. Maltzan, Freiin zu Wartenberg und Penzlin, eine Nichte seiner verstorbenen Frau.
1926 heirate Ursula Bülow-Maltzan Kurt Stürken, der aus einer Hamburger Kaufmannsfamilie stammte, aber in Göttingen Landwirtschaft studiert hatte. Kurt Stürken sanierte das verschuldete Gut und baute in Stolpe und Neuhof einige neue Wirtschaftsgebäude, die man noch heute an den Jahreszahlen erkennen kann.
Zwischen 1927 und 1940 wurden eine Tochter und fünf Söhne geboren. Während des II. Weltkrieges führte Ursula Stürken das Gut weitgehend alleine, da ihr Mann als Offizier fast ständig abwesend war. Als sich im Frühjahr 1945 die Rote Armee der Oder näherte, floh Ursula Stürken mit ihren sechs Kindern nach Hamburg